BMA steht für Brandmeldeanlage, im französischsprachigen Sprachgebrauch der Schweiz SDAI (système de détection et d'alarme incendie). Hinter diesem Begriff verbirgt sich die Gesamtheit der Einrichtungen, die einen Brandausbruch detektieren, die Personen und die Rettungskräfte alarmieren und die Schutzeinrichtungen des Gebäudes ansteuern. Sie ist eines der wichtigsten Glieder des Brandschutzes, weil sie in den allerersten Minuten wirkt, jenen, in denen ein Brand beherrschbar bleibt und die Nutzer noch in Ruhe räumen können.
Woraus eine BMA besteht
Eine BMA ist nicht eine blosse Box an der Wand. Sie ist eine Kette von Elementen, die zusammenarbeiten.
Im Vordergrund die Melder. Die automatischen Melder reagieren auf eine Kenngrösse des Feuers, den Rauch, die Wärme oder die Strahlung der Flammen, während die Handfeuermelder es einer Person erlauben, willentlich Alarm zu geben. Die Wahl des Meldertyps hängt vom Raum, seiner Höhe und seiner Umgebung ab, wie es die SES-Richtlinie ausführt.
Im Herzen des Systems die Brandmelderzentrale (BMZ), die die Norm Kontroll- und Signalisierungseinrichtung nennt. Sie empfängt die Informationen der Melder, wertet sie aus, zeigt den Zustand der Anlage an und steuert die Alarmierung. Die SES-Richtlinie, auf die Normen EN 54-1 und EN 54-2 abgestimmt, verlangt eine robuste Architektur: Ab einer bestimmten Melderzahl muss die Zentrale einen Alarm auch bei einer internen Störung weiter signalisieren, und die Verbindungen zwischen Zentralen werden als vermaschtes Ringnetz mit Funktionserhalt ausgeführt, sodass ein Kabelbruch nicht das ganze System erblinden lässt.
Neben der Zentrale ist am Zugangspunkt des Gebäudes ein Bedienfeld für die Feuerwehr vorgesehen, damit die Rettungskräfte sofort ablesen, wo sich der Brandherd befindet. Das Ganze wird von einer doppelten Stromversorgung getragen, einer Hauptquelle am Netz und einer Notquelle über Batterie, damit die BMA auch bei Netzausfall betriebsbereit bleibt.
Schliesslich verbindet die Alarmübertragung die Anlage mit der offiziellen Empfangszentrale, die die Feuerwehr alarmiert. Die Norm regelt sogar die Frist: Die Anwesenheitsverzögerung, die es einem instruierten Personal erlaubt, einen Alarm vor der Übertragung zu prüfen, darf drei Minuten nicht überschreiten.
Wie sie funktioniert, Schritt für Schritt
Das Prinzip liest sich wie eine Kaskade. Ein Melder nimmt eine anomale Kenngrösse wahr und übermittelt die Information an die Brandmelderzentrale. Diese lokalisiert das Ereignis dank der Gliederung in Zonen und Meldergruppen, was erlaubt, genau zu wissen, woher das Feuer kommt. Die Zentrale löst dann den internen Alarm aus, um die Nutzer zu räumen, und den externen Alarm, um die Rettungskräfte zu alarmieren. Zugleich steuert sie die Brandfallsteuerungen an: Schliessen der Brandschutztüren, Entrauchung, Abschalten der Lüftung, Rückholung der Aufzüge.
Genau diese letzte Funktion verwandelt ein Detektionssystem in ein echtes Werkzeug zur Sicherung des Gebäudes, und hier kommt die Steuermatrix ins Spiel, die beschreibt, welches Ereignis welche Einrichtung ansteuert.
Voll- oder Teilüberwachung
Nicht alle Anlagen decken dieselbe Ausdehnung ab. Eine Vollüberwachung schützt das gesamte Gebäude, mit Ausnahme ausdrücklich ausgenommener und brandschutztechnisch abgetrennter Räume. Eine Teilüberwachung beschränkt sich mindestens auf die Fluchtwege und die Räume mit erhöhtem Risiko, über einen ganzen Brandabschnitt. Die Wahl ergibt sich aus dem Brandschutzkonzept und den Anforderungen der Behörde, ein Thema, das der Leitfaden zur Pflicht nach Nutzung behandelt.
Ihr Platz im Brandschutz
Die BMA lebt nicht allein. Sie fügt sich in die drei Säulen des Brandschutzes ein, neben den baulichen Massnahmen und der Organisation, und sie steht im Dialog mit den anderen technischen Anlagen: Sprinkler, Entrauchung, Sprachalarm. Ihre Qualität wird bei der Abnahme durch Prüfungen belegt, dann während ihres ganzen Lebens durch periodische Kontrollen und Integraltests. Die BMA zu verstehen heisst also, den Ausgangspunkt der gesamten Sicherheitskette eines Gebäudes zu verstehen.