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BMA in Hotels und Beherbergungsbetrieben: was die Schweizer Vorschriften verlangen

Schlafende Personen, die die Räumlichkeiten nicht kennen und zu Dutzenden anwesend sind: Beherbergung verlangt eine verstärkte Branddetektion. Pflichtschwellen, Melderwahl im Zimmer, Räumungsalarm und Brandfallsteuerungen, verankert in der BSR 20-15 und der SES-Richtlinie.

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BMA in Hotels und Beherbergungsbetrieben: was die Schweizer Vorschriften verlangen

Ein Hotelgast schläft an einem Ort, den er nicht kennt, manchmal nach einer langen Reise, oft allein im Zimmer. Genau dieses Risikoprofil nimmt der Schweizer Brandschutz am ernstesten: Personen, die dem entstehenden Feuer ausgeliefert sind, weil sie schlafen, an einem Ort, dessen Ausgänge sie nicht kennen. Die Branddetektion ist hier also kein Komfort, sondern das Glied, das die für die Räumung nötigen Minuten gewinnt.

Wann ist eine Brandmeldeanlage im Hotel Pflicht?

In den meisten Fällen. Die BSR 20-15 zählt Hotels zu den Beherbergungsbetrieben des Typs [b] und verlangt die Vollüberwachung bei mehr als fünfzig Personen auf zwei Geschossen oder mehr als dreissig Personen auf drei und mehr Geschossen. Betriebe des Typs [a], deren Personen auf fremde Hilfe angewiesen sind, sind immer voll überwacht.

Die Richtlinie BSR 20-15 behandelt Hotels als Beherbergungsbetriebe, eine Kategorie, die sie nach der Selbstständigkeit der Personen unterscheidet. Zum Typ [a] gehören Spitäler und Pflegeheime. Hotels, Pensionen und Ferienheime gehören eher zum Typ [b], definiert durch die Anwesenheit von mindestens zwanzig Personen, die keine Hilfe benötigen.

Im Einzelnen gelten die Schwellen von mehr als fünfzig Personen auf zwei Geschossen und mehr als dreissig Personen auf drei und mehr Geschossen (BSR 20-15, Ziff. 2.2.2 Abs. 2 Bst. a und b); Betriebe des Typs [a] fallen unter Absatz 1, der die Vollüberwachung ohne Grössenbedingung verlangt. Die BSR 20-15 lässt für Gebäude geringer Höhe, die durch ein Löschanlagenkonzept abgedeckt sind, einen Ausweg (Ziff. 2.2.2 Abs. 2 Bst. c), aber die allgemeine Regel für ein mehrstöckiges Hotel ist die Vollüberwachung des Gebäudes.

Welche Melder eignen sich für ein Hotelzimmer?

Der Mehrfachsensormelder ist die übliche Antwort. Die SES-Richtlinie empfiehlt ihn dort, wo ein breites Brandspektrum abzudecken und zugleich die Störfestigkeit zu verbessern ist. Die Platzierung zählt so viel wie der Typ: fern von der Badezimmertür und der Kochnische, deren Dampf sonst mit einem Brandausbruch verwechselt wird.

Das Zimmer ist der heikle Punkt. Man schläft dort, aber es gibt auch ein Bad, das Dampf abgibt, manchmal einen Wasserkocher, und einen Gast, der zum Rauchen versucht sein kann. Die SES-Richtlinie erinnert in Ziffer 13.2 daran, dass Wasserdampf und Zigarettenrauch zu den ersten Ursachen von Täuschungsalarmen der Rauchmelder gehören.

Hier entscheidet sich die Wahl: ein zu empfindlicher, schlecht platzierter Melder erzeugt ungerechtfertigte nächtliche Räumungen, die auf Dauer die Glaubwürdigkeit der Anlage untergraben. Die Verkehrswege bleiben ohne Kompromiss überwacht, denn sie sind die Fluchtwege.

Wie alarmiert man Gäste, die das Haus nicht kennen?

Häufig mit einer Sprachdurchsage statt einer blossen Sirene, wenn das Brandschutzkonzept sie vorsieht. In einem Hotel mit grosser Kapazität leitet sie die Räumung weit besser, besonders bei einem internationalen Publikum, das auf ein unbekanntes Signal nicht reagiert. Die Übertragung an die offizielle Empfangszentrale alarmiert die Feuerwehr auch dann, wenn die Rezeption verwaist ist.

Detektieren genügt nicht: Der Gast muss auch verstehen, dass er hinausmuss und wohin. Das ist der Unterschied zwischen der Branddetektion und der Sprachalarmanlage, zwei komplementäre, oft verwechselte Systeme. Die Alarmübertragung wiederum spielt um drei Uhr morgens genauso wie mitten am Tag.

Welche Brandfallsteuerungen sind für ein Hotel typisch?

Die Brandmelderzentrale kann das Schliessen der Brandschutztüren der Verkehrswege, die Entrauchung der Treppenhäuser, die Rückholung der Aufzüge und das Abschalten oder Ansteuern der Lüftung ansteuern. Das Verb zählt: Die Richtlinie sieht vor, dass Brandmeldeanlagen solche Einrichtungen auslösen können (BSR 20-15, Ziff. 3.4.3 Abs. 5), und welche auf einem Objekt tatsächlich vorhanden sind, bestimmt das bewilligte Brandschutzkonzept. Das sind die Einrichtungen, die den Schadenfall eindämmen und die Fliehenden schützen.

In einem Betrieb mit mehreren Gebäudeteilen kreuzen und staffeln sich diese Befehle, was die Steuermatrix umso nützlicher macht, um zu prüfen, dass kein Befehl einem anderen widerspricht.

Die Hotellerie vereint damit fast alle Schwierigkeiten des Fachs: Schlaf, nicht instruiertes Publikum, Küche, grosse Kapazität und komplexes Gebäude. Auch deshalb bietet sie den besten Ertrag einer gut konzipierten Anlage.

Offizielle Quellen

Geprüft am 12. August 2026. Der Brandschutz wird über kantonales Recht angewendet: Die Behörde Ihres Kantons kann mehr verlangen, und das für Ihr Objekt bewilligte Brandschutzkonzept geht jeder allgemeinen Regel vor. Dieser Beitrag ersetzt weder eine Projektierung noch einen Entscheid der Behörde.

#Hotel#Beherbergungsbetrieb#Brandmeldeanlage#BSR 20-15#Vollüberwachung