Definition
Die Steuermatrix ist die Kreuztabelle, die für jede Melderzone oder Meldergruppe die erwarteten Aktionen jeder angesteuerten Einrichtung festlegt: diese Brandschutztüre schliessen, jene Lüftung abschalten, diese Entrauchung auslösen, jenen Aufzug zurückholen.
Sie ist das Referenzdokument der Anlage: Nach der Erläuterung 108-15 enthält die Steuermatrix die bei der Aktivierung auszuführenden Aktionen, und der integrale Test prüft Szenario für Szenario, ob die Realität des Gebäudes der Matrix entspricht.
Typischer Aufbau
- In den Zeilen: die Melderzonen oder -gruppen (und besondere Auslösungen: Handfeuermelder, Sprinkler).
- In den Spalten: die angesteuerten Einrichtungen (Türen, Klappen, Lüftung, Entrauchung, Aufzüge, Alarmierung, Übertragung).
- In den Zellen: der erwartete Befehlstyp für jede Kreuzung.
Typische Fallen
- Widersprüchliche Befehle an dieselbe Einrichtung je nach auslösender Zone: der klassische Konflikt, den die Matrixprüfung erkennen muss.
- Eine nach einem Umbau nicht nachgeführte Matrix: Der integrale Test scheitert an Abweichungen, die niemand kannte.
- Das Mischen von Aktivierungskategorien (kollektiv mit Fail-Safe, kollektiv ohne, selektiv) innerhalb der Systemgrenzen, was die Erläuterung 108-15 nicht zulässt.
Normative Referenzen
- BSE 108-15, Ziff. 6.4.2 (Matrix und Tests bei der Erstellung) und Ziff. 5.1 (Kategorien)
- SIA 2046:2015, Ziff. 3 und 4 (Testvorbereitung: Matrix und Skript)
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