Definition
Die amtliche Bezeichnung der BSE 108-15 lautet integraler Test (Mehrzahl: integrale Tests); «Integraltest» ist die gebräuchliche Kurzform.
Der integrale Test prüft das Funktionieren der vollständigen Brandschutzkette: Detektion, Übertragung, Steuerungen. Anders als die Prüfung einer einzelnen Komponente löst er reale Szenarien aus, Zone für Zone, und vergleicht die Reaktionen des Gebäudes mit den in der Steuermatrix erwarteten Aktionen.
Wann ist er gefordert?
- Bei der Erstellung: Vor der Abnahme wird jedes Szenario getestet und dokumentiert.
- Im Betrieb, nach der Risikogruppe der Erläuterung 108-15:
- Kategorie 1, hohes Risiko: mindestens alle 2 Jahre (Rauch- und Wärmeabzug mit Leistungsnachweis, Überdruckanlagen);
- Kategorie 2, mittleres Risiko: mindestens alle 4 Jahre (Beherbergungsbetriebe, Abzug ohne Leistungsnachweis);
- Kategorie 3, geringes Risiko: mindestens alle 6 Jahre (übrige Gebäude mit Steuerungen).
Die Methodik SIA 2046
Das Merkblatt SIA 2046:2015 beschreibt das Vorgehen: Vorbereitung (nachgeführte Matrix, Testskript), Durchführung Zone für Zone, Dokumentation (Protokoll, Fotos), Nachverfolgung von Mängeln und Korrekturen. Das Testskript hält für jedes Szenario die betroffene Zone, die Auslöseart, die erwarteten Aktionen jeder Einrichtung, die Fristen und die Konformitätskriterien fest.
Wer ist verantwortlich?
Eigentümer und Betreiber: Sie lassen die Tests durchführen, dokumentieren sie und bewahren die Unterlagen der Steuerungen vor Ort auf, mit einer bezeichneten anlageverantwortlichen Person.
Normative Referenzen
- BSE 108-15, Ziff. 6.4.2 und 7.4
- SIA 2046:2015, Ziff. 3 und 4
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